Der deutsche Publizist und Ausstellungsmacher Max Dax mit dem Künstler Philip Topolovac und Autor Ons zerschloen Dierfer und Direktor des MNHM Diekirch Benoît Niederkorn im Gespräch über Zerstörung, Ruinen und Wiederaufbau. Besonderes Augenmerk gilt hierbei den Ruinen, deren Existenz einem Zwischenstand gleichkommt – nicht heil, nicht verschwunden, verharren sie in einem oft romantisch verklärten Hybrid ewiger Kaputtheit.
Max Dax, geboren 1969 in Westdeutschland, beschäftigt sich mit den Schnittstellen von Kunst und Popkultur. Als Chefredakteur leitete er unter anderem die Magazine Alert, Spex und Electronic Beats und steht seit diesem Jahr an der Spitze des einflussreichen Berliner Magazins NBiZ. Er kuratierte die Ausstellungen HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC in den Deichtorhallen Hamburg (2019), BLACK ALBUM / WHITE CUBE in der Kunsthal Rotterdam (2020) und You Want it Darker im Friedhof Forum Museum Zürich (2023). Er zählt zu Deutschlands renommiertesten Journalisten und ist insbesondere für seine ausführlichen Interviews bekannt, unter anderem mit David Bowie, Jenny Holzer und Claude Lanzmann. Darüber hinaus hat er zahlreiche Bücher als Grafikdesigner und Fotograf veröffentlicht. Als Autor veröffentlichte er 2021 seinen ersten Roman Dissonance, erschienen bei Merve, einem der führenden deutschen Verlage für Philosophie. Als Musikproduzent veröffentlichte er verschiedene Alben, darunter das international erfolgreiche und vielfach verkaufte Album Il Canto di Malavita – La Musica della Mafia (2001). Seit 2014 betreibt er gemeinsam mit Lucia Margarita Bauer die Santa Lucia Gallery of Conversations in Berlin. 2026 veröffentlichte er das Buch Post-Millennium Tension, die erste umfassende Monografie über die Karriere des bosnischen Malers Radenko Milak, sowie den Ausstellungskatalog zu état bruit in Esch-sur-Alzette, Luxemburg. Für seine journalistische Arbeit und seine Art Direction wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er ist verheiratet, Vater von fünf Kindern und lebt in Berlin.
Philip Topolovac geboren 1979, lebt und arbeitet in Berlin. Von 2001 bis 2008 studierte er an der Universität der Künste Berlin und schloss sein Studium 2008 mit dem Meisterschüler-Titel ab. Seitdem hat er an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Topolovacs´ Skulpturen und Objekte untersuchen die Beschaffenheit der Welt und hinterfragen zugleich den forschenden Blick. Ob der Künstler nun mit Polyester Landschaften im städtischen Raum formt, Artefakte auf Baustellen findet oder technische Gebilde in den Ecken von Räumen platziert – stets beschäftigt er sich mit Konstrukten der Realität und unserem Verhältnis zu ihr.
Benoît Niederkorn studierte Neuere und Neueste Geschichte in Freiburg im Breisgau und Regensburg. Seine Masterarbeit widmete er den logistischen Herausforderungen der österreichischen Truppen im Etappengebiet Luxemburg im 18. Jahrhundert. Seit 2017 ist er Direktor des Nationalen Militärhistorischen Museums. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in der Erfassung, Dokumentation und Analyse der Denkmäler des Zweiten Weltkriegs in Luxemburg. Zuletzt kuratierte er die Ausstellungen Koreaner aus dem Lëtzebuerger Land. Luxemburg im Koreakrieg sowie Ons zerschloen Dierfer. Der Wiederaufbau Luxemburgs nach dem Zweiten Weltkrieg.
Vermittler: Max Dax, Philip Topolovac, Benoît Niederkorn et Christian Mosar
Sprachen: DE
Alter: für Erwachsene
Kostenfrei | Je nach Verfügbarkeit der Plätze | Keine Einschreibung erforderlich.
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